Sorry! Baustelle - an dieser Seite wird noch gebastelt!

»Alles über Schildkröteneier, bitte!«

Thekla hatte sich mit der ersten Eiablage ja sehr, sehr lange Zeit gelassen (es läßt sich nur vermuten, aber sie legt erst, seitdem sie beständig und ganztägig in einem großen schildigerechten Freigehege lebt). Um so größer war dann die Überraschung, als das Thema ganz plötzlich aktuell und dringend wurde.

Thekla's 2. Gelege 2000 In unseren Breiten ist ja leider nicht daran zu denken, die Entwicklung der Eier der Natur zu überlassen. Also müssen sie auf jeden Fall erstmal geborgen werden. Dabei ist es wichtig, sie nach der Eiablage möglichst wenig zu drehen, da dies die Entwicklung negativ beeinflußt (s.u.). Am besten prophylaktisch die Oberseite z.B. mit einem Kreuz vorsichtig markieren.



Inkubation I - ein wenig Theorie

konstant vs. zyklisch

Die Methode der Inkubation (d.h. das Bebrüten der Eier) ist einer jener Punkte, die uns Schildipfleger in scheint's erbittert verfeindete Lager spaltet. Zumindest die verhärteten Fronten bekam ich bereits deutlich zu spüren.

Da wäre zum Einen der große Block der Züchter, die bei konstanter Temperatur brüten, und zum Anderen die Verfechter der Nachtabsenkung, die einen natürlicheren Temperaturverlauf anstreben.

Selbstverständlich stellt beim künstlichen Bebrüten eine konstante Temperatur einfachere Anforderungen an die Technik und läßt sich billiger verwirklichen. Nicht umsonst sind die mir bekannten kommerziell angebotenen Lösungen wie z.B. die Jäger-Kunstglucke auf die Einhaltung konstanter Temperaturen ausgelegt.

Andererseits müßte man als Minimallösung lediglich die Nacht über den Stecker rausziehen - bzw. besser eine Zeitschaltuhr davorsetzen...


Die Bedeutung der Temperatur

['erlaubter' Temperaturbereich]

[Temperaturabhängigkeit der Geschlechtsausprägung]


'Vorteile' und Risiken hoher Temperatur

['Vorteile' und Risiken hoher Temperatur]


Wozu Nachtabsenkung

[Nachtabsenkung simuliert: sinusförmig (vossnet)]

[Nachtabsenkung gemessen in der Natur (Pitzer)]

[Nachtabsenkung nachgebildet (z.B. A.B.)]

[rechnerische Ansätze]

[Links (vossnet.de down?)]

[...]



Inkubation II - meine Erfahrungen

Kalt erwischt: Ein erstes Provisorium

Ein kurzer Blick offenbart sofort: mein erster Inkubator war eigentlich keiner. Aber irgendwie muß man ja über die ersten Stunden kommen. Eine Tischlampe mit 60W-Birne wurde so aufgestellt, daß sie die Schale darunter nicht wesentlich über 30°C erwärmt, die untere Grenze ist erstmal durch die Raumtemperatur in der Wohnung vorgegeben. Der Rest besteht in Zeitschaltuhr für zyklische Schwankungen, und - bei so einem Provisorium nicht anders zu erwarten - hochfrequentem Nachmessen und Kontrollieren. Im Bedarfsfalle läßt sich die Lampe dann in der Höhe korrigieren und die Schaltuhr überstimmen.
In der Schale wurde als Substrat zunächst sauberer feiner Sand gewählt, der immer wieder angefeuchtet wurde. Wie feucht? Das habe ich mich auch oft gefragt. Während die Temperaturen nahezu überall Erwähnung finden, ist es schon schwerer, hier genauere Informationen zuerhalten. Meist werden Angaben von 70-80% gehandelt, vgl. z.B. hier.

Ich habe mehrfach schon gehört, daß in früheren Generationen Schildkröteneier erfolgreich im auf niedrigster Stufe stehenden, offenen Backofen ausgebrütet worden sind. Dafür ist aber sicherlich nicht jeder Herd geeignet. Für mich kam das schon deshalb nicht in Betracht, weil ich keine konstante Bruttemperatur einsetzen wollte.


Jetzt aber dalli...

Die »Methode Tischlampe« schreit natürlich geradezu danach, schnellstens vom Improvisieren zum Organisieren überzugehen. Folglich war mal wieder basteln angesagt: Der Entwurf sah etwa... [wird fortgesetzt]


zur Hauptseite (frameset)