|
Warnung: Als Heizungen im herkömmlichen Sinn sind alleinige Fußbodenheizungen für Schildkröten prinzipiell ungeeignet! Zum einen sollte die Wärme nicht von unten kommen sondern wie auch in der Natur von oben, und wenn möglich mit einer entsprechenden Helligkeit einhergehen (Schildis identifizieren hell = warm). Hellmut B. begründete es bereits perfekt formuliert in der Mailingliste <schildiliste@schroete-online.de>: "... Die Wärme von unten wird besonders bei Heizkabeln (punktuelle und nicht flächige Wärme) gar nicht so richtig von den Tieren wahrgenommen. Folgen bei Wärme von unten sind häufig Wachstumsschäden in Form von zu dickem Plastron oder gerade bei Jungtieren unsauberes Wachsen des Plastrons, da sie je nach Unterart ein feuchtes Substrat benötigen, was durch ein Heizkabel oder eine Heizmatte zu schnell austrocknet."
Die nachfolgend beschriebene Fußbodenheizung ist lediglich als Frostschutz bzw. zur Gewährleistung einer niedrigen Mindesttemperatur gedacht (obwohl die Regelung weit, weit mehr könnte...). |
Beheizt werden sollte ein Viertel der Bodenfläche des Schutzhauses, und zwar die hintere Hälfte von der Mitte bis jeweils halb zur linken und rechten Außenwand, sowie der angrenzende Teil der Rückwand bis in eine Höhe von 6 cm.
Das Schutzhaus ist zwar größer als das erste 'Frostschutz-Notkonstrukt' dimensioniert , die neue Fußbodenheizung erstreckt sich aber nur noch auf einen Teil der Fläche, der mit 20 x 40 cm (unter Vernachlässigung des Seitenteils) nur noch ca. 2/3 der Fläche der alten Heizung umfaßt.
Die alte Heizung war aus Sicherheitsgründen auf maximal 15W an 12V, also auf einen Gesamtwiderstand von etwa 10 Ohm ausgelegt. Für die neue muß die Wärmeleistung wegen der geringeren Fläche ebenfalls auf 2/3 reduziert werden:
| (1) |
Geplant ist wieder ein Widerstandsnetzwerk aus etwa 100 Stück identischer ¼W-Widerstände mit x parallelen Reihen á y Widerständen:

| (2) |
Die an einemWiderstand abfallende Maximalleistung ist dann:
![]() |
(3) |
Der Gesamtwiderstand des Netzes beträgt
![]() |
(4) |
und die erzeugt Gesamtheizleistung
![]() |
(5) |
Unter der Annahme, daß möglichst viele der 100 Widerstände verwendet werden, wird statt (2) als adhoc-Ansatz
![]() |
(2') |
verwendet.
(4) eingesetzt in (5) ergibt mit (2') und (1) die Forderung
![]() |
(6) |
Auf ganze Zahlen umgesetzt führt dies zu
| (7 ... 9) |
Die maximale Heizleistung beträgt dann nach (5)
| (10) |
sowie die Leistung eines einzelnen Widerstands nach (3)
| (11) |
Die Verwendung von ¼W-Widerständen impliziert also sicherlich großzügige Leistungsreserven, obwohl z.B. mit dem Wärmeübergangswiderstand zur Vergußmasse noch einige Unbekannte verbleiben.
Von den x Reihen werden 2 der Seitenwand und die verbleibenden 6 der 20 cm breiten Bodenplatte zugeteilt. Der Breitenabstand der Wiederstände in der Bodenplatte ist mit 20 cm /6 = ca. 3.3 cm nun auch wesentlich näher am Abstand in der Länge mit 40 cm / 12 = ca. 3.3 cm, als dies bei der ersten Heizung der Fall war.
Home